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Das Derby

Klick zum IDEE 143. Deutschen Derby 2012 mit allen genannten Pferden - Stand 16.12.2011

Das Derby 2012 findet - nach alter Tradition - wieder am ersten Juli-Sonntag statt: Am 01.07.2012.
Allerdings gibt es eine Premiere. Erstmals steht das Rennen um das Blaue Band nicht am Ende des Meetings, sondern es bildet seinen Mittelpunkt. Das Derby wird am dritten von insgesamt sechs Renntagen während des Meetings gelaufen. Ein Grund dafür ist auch die Fußball-Europameisterschaft. Mit den angepassten Rennterminen hofft der Hamburger Renn-Club, dass man den Interessen der Galopp- und Fußballanhänger gleichermaßen gerecht werden kann.

Der Derbysieger 2011 - Gestüt Ravensbergs Waldpark mit Jozef Bojko im Sattel und Trainer Andreas Wöhler am Zügel. www.galoppfotoDer Derbysieger 2011 - Gestüt Ravensbergs Waldpark mit Jozef Bojko im Sattel und Trainer Andreas Wöhler am Zügel. www.galoppfotoDie 143. Auflage des bedeutendsten und spannensten Rennen des Jahres im deutschen Galopprennsport verspricht wieder Spannung und Galopprennsport vom Feinsten. Schließlich kann ein Rennpferd dieses Rennen nur einmal gewinnen: Im Alter von drei Jahren. Nicht jedes Pferd darf laufen, nur die Besten qualizieren sich. Zudem kostet die Teilnahme immerhin eine stolze Summe von 7.500 Euro, das ist das sogenannte Nenngeld. Wer nicht beim ersten Nennungsschluß am 10.01.2012 dabei ist, kann sein Pferd auch später noch nachnennnen. Dann wird es allerdings noch etwas teuerer: 50.000 Euro wären für die "Spätbucher" fällig. 

 

Buzzword gewinnt das IDEE 141. Deutsche Derby. www.galoppfoto.deBuzzword gewinnt das IDEE 141. Deutsche Derby. www.galoppfoto.deSeit 1869 wird das Derby in Hamburg gelaufen. Und wie bei keinem anderen Rennen "summt" es auch der ganzen Rennbahn, wenn die Dann summt die ganze Rennbahn. Pferde in die Startbox einrücken. Zehntausende von Zuschauern, edelste Vollblüter auf dem Geläuf, die Jockeys, Trainer, Besitzer und Züchter in Hochspannung und High-Noon an den Wettkassen. Bei keinem anderen Rennen in Deutschland ist so viel Geld unterwegs, wie bei diesem: Beim wichtigsten Rennen des Jahres – beim  143. Deutschen Derby.

Die Spannung ist spürbar. Wenn sich die Startboxen öffnen und die Derbykandidaten zum ersten Mal an den Tribünen vorbeikommen, dann wird aus dem Summen der berühmte „Hamburg-Roar“: Dann mischt sich die lautstarke Anfeuerung der begeisterten Zuschauer mit dem donnernden Trommelwirbel der galoppierenden Hufe.

Die Pferde und Jockeys kämpfen um die wichtigste und begehrteste Trophäe im deutschen Galopprennsport, es ist der Kampf um das Blaue Band. Nach 2400 m und knapp zweieinhalb Minuten wird der Jubel ohrenbetäubend. Die Entscheidung: Es gibt einen neuen Derbysieger!

Der Derbysieger Buzzword wird nach alter Tradition von zwei Schimmeln begleitet. www.galoppfoto..deDer Derbysieger Buzzword wird nach alter Tradition von zwei Schimmeln begleitet. www.galoppfoto..deEin Jockey, ein Pferd, sein Trainer, seine Besitzer und Züchter werden von einer Welle der Begeisterung getragen. „Es gibt für einen Jockey nichts Schöneres als nach dem Derby zwischen den beiden Schimmeln als Sieger vom Geläuf zu kommen“, erinnert sich  Hein Bollow, der sowohl im Rennsattel als auch als Trainer die magische Grenze von 1000 Siegen knackte, „viermal habe ich das erleben dürfen: 1953 mit  Allasch, 1954 mit  Kaliber, 1956 mit  Kilometer und 1962 mit  Herero: Es war ein unbeschreibliches Gefühl!“ Ein Sieg als Trainer 1974 mit Marduk rundet Bollows persönliche Derby-Bilanz ab.

Albert Darboven (l.)bei der Siegerehrung für Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoums Derbysieger Buzzword 2010. www.galoppfoto.deAlbert Darboven (l.)bei der Siegerehrung für Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoums Derbysieger Buzzword 2010. www.galoppfoto.de

„Es ist die Erfüllung eines Lebenstraums“, bekennen Züchter und Besitzer wie Hans-Hugo Miebach, der 2002 mit Next Desert seinen ersten Derbysieger in den eigenen blau-weißen Rennfarben vom Geläuf holen durfte: „Und es ist umso schöner, wenn man das Pferd selbst gezüchtet und viele Jahre lang auf diesen Moment hingearbeitet hat!“

Andere hatten weniger Glück: Obgleich auf allen Rennplätzen der Welt hoch erfolgreich, fehlt ihnen der Derby-Sieg in der Bilanz: Es ist eben auch „das verrückteste Rennen der Welt“. So jedenfalls urteilte die Trainerlegende Heinz Jentzsch und er muss es wissen, schließlich sattelte er von 1969 mit Don Giovanni bis 1994 mit Laroche gleich acht Derbysieger!

Nur einer war noch besser: George Arnull mit neun Siegen – allesamt für das Gestüt Schlenderhan, das sich als erfolgreichster Besitzer sage und schreibe 18mal in die Siegerlisten eintragen durfte. Zuletzt 2009 mit Wiener Walzer.

Ein Rennpferd hat dagegen nur einmal im Leben die Chance dieses Rennen zu gewinnen: Nur im Alter von drei Jahren darf es im Deutschen Derby laufen. So sieht es das Reglement vor. Und schon die Teilnahme ist schwierig genug: Von rund 1000 Fohlen eines Jahrgangs sind es maximal 20, die sich über Qualifikations-Rennen einen Derby-Startplatz erlaufen können.

Die Geschichte des Derbys ist nicht nur die Geschichte des wichtigsten Rennens in der deutschen Vollblutzucht, es ist auch ein Stück Kulturgeschichte. Zwei Weltkriege hat das Derby überdauert, fünfmal musste es deshalb von Hamburg-Horn aus umziehen: 1919 nach Berlin-Grunewald, 1943 und 1944 nach Berlin-Hoppegarten, 1946 nach München-Riem und 1947 nach Köln. Aber Hamburg ist die Heimat dieses unvergleichlichen Rennens.

Lassen auch Sie sich vom Zauber dieses Galopp-Ereignisses anstecken.

Wir freuen uns auf das Derby-Meeting vom 29. Juni bis 5. Juli 2012!

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Termine

  • Renntag
    Freitag, 29.06 Hamburg
    Auftakt zum Derby-Meeting 2012 mit dem Preis der Jungheinrich-Gabelstapler, Stutenrennen über 1600 Meter (Internationales Rennen der Europa-Gruppe III)
    1. Renntag
  • Renntag
    Samstag, 30.06 Hamburg
    Sprint-Trophy (Internationales Rennen der Europa-Gruppe III über 1200 Meter für 3-Jährige und ältere Pferde)
    2. Renntag
  • Renntag
    Sonntag, 01.07 Hamburg
    Das Rennen des Jahres: 143. Deutsches Derby ((Internationales Rennen der Europa-Gruppe I über 2400 Meter für 3-Jährige Pferde)
    3. Renntag
  • Renntag
    Montag, 02.07 Hamburg
    Großer Hansa-Preis (Internationales Rennen der Europa-Gruppe II über 2200 Meter für 3-Jährige und ältere Pferde)
    4. Renntag
  • Renntag
    Mittwoch, 04.07 Hamburg
    144. Langer Hamburger (Internationales Listenrennen über 3200 Meter für 4-Jährige und ältere Pferde), Seejagdrennen durch den Horner See
    5. Renntag
  • Renntag
    Donnerstag, 05.07 Hamburg
    Stutenrennen über 2200 Meter (Internationales Rennen für 3-Jährige Stuten)
    6. Renntag
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